Die Weltformel

In diesem Text geht es um jemanden, der auch wissen wollte, was die Welt im Innersten zusammenhält, aber zu einer ganz anderen Bewertung dieses Projektes kommt als Faust… – (Lesezeit: 25 Minuten)

 

Winfried Lintzen

Die Weltformel

Interviewer.1: Herr Winkler, Sie sind in dieser Woche, am 25.8.2094, 80 Jahre alt geworden. Wir freuen uns, daß Sie uns zu diesem Anlaß gestatten, Sie zu interviewen. – In Ihrem Leben gibt es einige Superlative, einer davon ist die Weltformel. Als Sie sie entdeckten, waren Sie gerade mal 19, ein junges Genie. – Mit 12 studierten Sie bereits bei Erena Sellars, der Nobelpreisträgerin. – Was ist das für ein Lebensgefühl, wenn man als Kind schon so überdurchschnittlich ist? Wie war das für Sie, zu merken, daß Sie so anders als die anderen Kinder waren?

W.: Ich war nicht anders. – Wissen Sie, unsere Eltern haben nicht nur uns Kinder, sondern auch unsere Kindheit gehegt und gehütet. Sie hatten nicht diese Art von Überheblichkeit, wie viele Erwachsene sie haben, nach dem Motto: „Wie schön, ein Kind noch zu sein“ – so als ob Kinder noch keine „richtigen“ Probleme hätten, keine „ausgewachsenen“ Probleme, sondern nur „Kinderprobleme“, klein und niedlich wie Kinderzahnbürsten oder Kinderschuhe. Nein, unsere Eltern fanden, daß Heranwachsen eine verdammt ernste Sache ist, die man gründlich erledigen sollte. Deshalb sollten wir uns damit nicht beeilen. – Ich rufe mir immer gerne die Stimmung meiner ersten Erinnerungen zurück – da war ich vielleicht gerade vier – die Sommerlandschaft, in der ich aufgewachsen bin, der Blick, die Hügel hinab in eine warme, helle, trockene Weite, mit dem Gefühl, daß alles, was hinter den Horizonten kommt, auch gut ist. – Das war mein Daseinsgefühl als Kind. Und wissen Sie was? Ich habe das Gefühl, ich war nie erwachsener, reifer, weiser als damals bei jenen ersten Blicken über die sommerlichen Hügel. – Das ist interessant, nicht wahr?

Interviewer 2: Wie war das, als Sie zum ersten Mal gemerkt haben, daß sie überdurchschnittlich waren?

W.: O, das fing ganz unschuldig an! Ich wollte doch eigentlich nichts anderes tun, als was meine älteren Geschwister auch taten! Die kamen nach Hause und konnten nicht mit mir spielen, sondern mußten ihre Hausaufgaben erledigen – tja, und ich saß dabei, schaute zu, und wollte auch sowas machen. – Ich weiß nicht mehr genau, wie es kam, aber irgendwann konnte ich dann auch Schreiben und Rechnen – und bald sogar besser als meine Geschwister.

I.1: Und ihre Eltern waren stolz, und ihre Geschwister neidisch?

W.: Natürlich waren meine Eltern freudig überrascht, wie könnte es anders sein. Aber es war ein milder Elternstolz, in dem lag nichts Drängendes, nichts Fieberndes – es war eher wie das Lächeln über einen besonders witzigen und gelungenen Streich.

I.2: Und ihre Geschwister?

W.: Nein, die waren nicht neidisch, die konnten alles gut genug, die hatten genug Erfolg. Für meine Geschwister waren meine Fähigkeiten eher erheiternd: „Der Schlaumeier! Sieh mal an, wie schnell er das raushat“. – Ja, und sie konnten einfach darauf zählen, daß ich gut rechnen konnte – so, wie Hans, ein Nachbarsjunge, gut laufen konnte, und immer unser Spezialist war bei Streichen, wo alles von Flinkheit abhing. – Und für mich war es so natürlich, daß ich mich nicht darüber wunderte, daß ich das so gut konnte, sondern darüber, daß die anderen es nicht so gut konnten, daß sie dumme Fehler machten und Zusammenhänge, die auf der Hand lagen, nicht sahen. Das war so ähnlich wie meine Verwunderung, als die Eltern von Ruth, einer Spielgefährtin, uns erklärten, Ruth könne nicht so gut mit Bällen spielen, weil sie auf dem einem Auge weniger sähe, als auf dem andern. Und um zu wissen, wie das ist, sollten wir ein Auge zukneifen und ein Papierknäuel auffangen. „Ach, sowas gibt es!“, dachte ich. – Ich hielt mich und meine Fähigkeiten für völlig normal. Gestutzt habe ich erst, als meine Eltern sich immer mehr wunderten. Sie machten mit mir Rechenspiele und zeigten mir völlig neue Möglichkeiten – im Nachhinein habe ich beinahe den Eindruck: immer in der Hoffnung, daß ich sie nicht begriffe. Tja, aber ich begriff alle und leitete mir selbst noch weitere Möglichkeiten daraus ab, die meine Eltern noch gar nicht kannten! – Sie wurden immer ernster. Das war ein besorgter aber auch ein würdevoller Ernst! Der gab mir das Gefühl, so etwas wie der Hüter eines Schatzes zu sein. Damals fühlte ich zum ersten Mal in meinem Leben Verantwortung.

I.1: Wie alt waren Sie da?

W.: Sechs oder sieben. – Meine Eltern haben mich erst gar nicht in die Schule geschickt sondern gleich zu Hause unterrichtet.

I.1: Führte das nicht zu einer Außenseiterposition und zu Neid von Seiten der Kinder, die in die Schule mußten?

W.: Nur ein wenig. Es hieß einfach, daß ich besser zu Hause lernen könne. Und das brachten die Kinder wohl damit in Zusammenhang, daß ich ein sehr zartes Kind war. Und sie sahen ja, daß auch ich Hausaufgaben hatte. Und die Tage waren lang genug, um auch nach der Schule noch viel miteinander anzustellen. Außerdem achteten meine Eltern auf meine soziale Entwicklung: In dem Maße, in dem mich die Faszination an der Mathematik vereinnahmte, griffen sie zu resoluten Gegenmaßnahmen. Diese immer unwahrscheinlicheren Zusammenhänge und Möglichkeiten, die sich mir auftaten, meine Erfolge bei der Lösung immer komplizierterer Probleme: das alles nahm mich so gefangen, von mir aus hätte ich nichts anderes mehr gemacht als Mathematik. Oft schlief ich tüftelnd ein und am nächsten Morgen, noch vor dem Augenaufschlag, war ich wieder am Tüfteln. – Wenn meine Eltern mich nach dem Unterricht zum Spielen schickten, schlich ich mich heimlich wieder ins Haus, nahm ein Mathematikbuch und verzog mich damit in einen versteckten Winkel. Es kam schließlich dahin, daß meine Eltern mich von den andern Kindern abholen ließen. – Natürlich hat es mir auch Spaß gemacht, im Wald Burgen zu bauen oder verbotenerweise in den  Strohballengebirgen der Scheunen herum zu kletterten und zu balgen. Aber auch da zog ich mich oft zurück. Ich saß dann auf einem Felsen oder in einer warmen Ecke und sann über meine Formeln. Ich galt  den andern Kindern als ein Träumer, mit dem nur bedingt etwas anzufangen war. – Aber glücklicherweise finden Kinder ja immer irgendetwas zusammen zu erledigen. So kam es, daß der größte Träumer manchmal zusammen mit dem größten Rabauken eine entlegene ausgediente Pumpstation erforschte oder bei einem daraufhin noch nicht untersuchten Bauernhof erkundete, wie man unentdeckt ein paar Eier aus dem Hühnerstall stibitzen konnte.

I.2: Aber diese Idylle hatte irgendwann ein Ende… Es gibt da diese Anekdote …

W.: Ja… – Es fing damit an, daß meine Eltern mit mir nach Berlin verreisten. Dort – ich seh es noch vor mir – in einem riesigen Gebäude, so weitläufig, daß ich mich wunderte, daß meine Eltern dort überhaupt das kleine Zimmer fanden – dort stellten sie mich einem sehr netten Herrn vor, der mit mir Englisch sprach. – Englisch hatte meine Mutter mir beigebracht, so gut es ging. Da waren sie enttäuscht gewesen mit mir: mir war es schwer gefallen, Englisch zu lernen. Nur die Aussicht, damit einmal richtig meine Wissenschaften studieren zu können, hatte mir zu meinen bescheidenen Sprachkenntnissen verholfen –  und natürlich die spaßige Art, in der meine Mutter mit mir „Amerika“ spielte: schprrähschen wie mit einärr heißen Kärrtoffel im Muhnd. – Nun … Ach ja, dieser Mann gab mir ein riesiges Blatt mit Aufgaben – ich war ziemlich aufgeregt, denn ich wußte, zum ersten Mal war es kein Spiel mehr, zum ersten Mal hing etwas davon ab – aber es war eine wunderbare Aufregung: denn zum ersten Mal konnte ich in einem der großen ernsten Gebäude der Welt zeigen, was ich konnte. – Mir wurde allerdings ganz schön beklommen, als ich die Aufgaben sah, sie waren ausgesucht schwer, und voller Fallstricke. Doch ich spürte: ich würde an keiner Stelle so hilflos sein, daß ich meine Hilflosigkeit nicht analysieren könnte… – Der Mann war ziemlich erstaunt, als er mich rechnen sah. Hinterher blickte er mich durchdringend an und sagte auf deutsch, mit breitem amerikanischem Akzent: „Ohh Mann, Görrhaard! Das ist gut, das ist wörrklisch verrdahmt gut!“ Ich sank erschöpft und zufrieden in einen Sessel während er sich mit meinen Eltern unterhielt. – Aufgrund dieser Prüfung erhielt ich ein Stipendium für ein Hochbegabten-Internat in den Vereinigten Staaten. Dieses Internat hatte keine unteren Klassen. Wegen meiner ungewöhnlichen Leistungen war man aber übereingekommen, mich in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern dort teilnehmen zu lassen und den anderen Unterricht für mich einzeln zu organisieren. – Meine jüngsten Mitschüler waren 14, ich war 9. Fünf entscheidende Jahre fehlten. – Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, was passierte. Sicher, sie waren alle sehr nett zu mir. Aber sie waren so komisch ernst und unter sich beschäftigt. – Sie bewunderten mich – aber sonst konnte keiner von ihnen mit mir etwas anfangen. Und meine Streiche fanden sie nicht lustig sondern nur lästig. – Ich erlebte zum ersten Mal, was es heißt, allein zu sein. Ich erinnere nur noch dieses unerträgliche Gefühl: wie ein bodenloser Abgrund, der sich vor mir auftat. – Wie gesagt, ich weiß nicht mehr genau, was dann geschah, ich habe eine Erinnerungslücke. – Das nächste, was ich weiß, ist, wie ich mit herzzerreißendem Schluchzen in den Armen einer großen dicken Polizistin lag, die mich ganz herzlich festhielt. Im Internat erfuhr ich, daß meine Eltern in zwei Tagen kommen würden, um mich abzuholen. Alle waren ganz lieb zu mir. Aber ich wollte bis zur Ankunft meiner Eltern nur bei der Polizistin bleiben. Das durfte ich dann auch.

I.1: Ihre Eltern waren sicher ziemlich schuldbewußt und schockiert…

W.: Nun, ich glaube noch schockierter waren sie, als sie sahen, wie sich die Sache entwickelte – aber sie ließen sich nichts anmerken…

I.2: Darüber wissen wir noch sehr wenig …

W.: Nach meiner Rückkehr hatte sich etwas mit mir verändert. Ich mochte nicht mehr Tüfteln. Ich mochte einfach nicht. – Stattdessen bin ich viel allein durch die Landschaft gestreift. – Es zogen Wochen ins Land – es zogen Monate ins Land – meine Eltern drängten nicht und sie ließen sich nach wie vor nicht anmerken, wie besorgt sie waren – das konnte ich nur ahnen…

I.1: Aber wie kam das, daß Sie sich so lange nicht mehr mit Mathematik beschäftigen wollten, die doch zu Ihrem ganzen Lebensinhalt geworden war? Hatte die Mathematik ihre Faszination für Sie verloren?

W.: Ich wollte einfach nicht an Mathematik denken. Und ich wollte auch nicht daran denken, daß ich nicht mehr an Mathematik denken wollte – und auch daran wollte ich nicht denken. Ich spürte, daß da noch was zu klären war, aber …

I.1: Also, noch mal langsam: Sie wollten nicht mehr an Mathematik denken – sie wollten nicht daran denken, daß sie nicht mehr an Mathematik denken wollten – und sie wollten auch nicht daran denken, daß sie nicht daran denken wollten, daß sie an Mathematik nicht mehr denken wollten?

W. (lacht): Ja, ich denke, so war es. Ich glaube eine weitere Stufe der Ignoranz braucht es nicht, um alles unliebsame Denken so zu verflüchtigen, daß wir es von uns fern halten können.

I.2: Diese Haltung hat sich ja dann auch wieder geändert. Wie kam es zu dieser Veränderung?

W.: Ich spürte nach einiger Zeit: irgendetwas ist hinter meinem Rücken im Gange. Aber auch daran wollte ich nicht denken. – Nach etwa dreiviertel Jahr machte mir meine Mutter zwei Vorschläge: Wenn ich wollte, könnte ich zu Beginn des nächsten Schuljahres in eine normale Schule gehen. Sie hatte aber in den USA eine andere Hochbegabten-Schule gefunden, mit Kindern in meinem Alter, und dort eine Stelle als Deutschlehrerin angeboten bekommen. – An dem Abend wusste ich erstmal noch nichts dazu zu sagen. Ich spielte wie gewöhnlich noch etwas Klavier vor dem zu Bett gehen – doch am nächsten Morgen erwachte ich mit Lust auf Mathematik.

I.2: Sie müssen sich dann gut in die neuen Verhältnisse eingefunden haben, denn ab da ging es mit Ihrer Entwicklung steil nach oben.

W.: So ist es. Ich hatte sozusagen eine neue Heimat gefunden, in der ich ungestört leben und arbeiten konnte.

I.1: Ungestört auch von Pubertätsstürmen?

W.: Die sind bei mir sehr milde verlaufen – vor allen Dingen weil … Sehen Sie, auch da hatte ich Glück: ich hatte mich sehr schnell mit einer Mitschülerin befreundet, sie war ein Jahr jünger als ich. – Das war anfangs noch ganz unschuldig, ich war ja erst 11 und sie 10 – aber wir waren ein gutes Team, wir haben gemeinsam all die Veränderungen, die mit uns und mit unseren Mitschülern vorgingen – und mit unseren Eltern! (lacht) –  all das haben wir gemeinsam erkundet.

I.2: Nun. Ihre Entdeckung der Weltformel mit 19 – hat Sie das nicht ein bisschen größenwahnsinnig gemacht?

W.: Das war schon großartig, sicher. Aber für mich selbst war es in gewisser Hinsicht nichts besonders Außergewöhnliches, weil sich für mich dadurch nichts Wesentliches änderte. Es war zu jener Zeit nicht das Wichtigste in meinem Leben. Das Wichtigste waren meine Freunde, meine Familie, meine Lehrer, meine Kollegen. Und da hatte ich bereits alles was ich brauchte. Durch die Entdeckung hat sich da nicht viel geändert..

I.1: Berühmt wollten Sie nicht sein – können Sie uns noch einmal erzählen, warum Sie sich fast dreißig Jahre lang vor der Öffentlichkeit versteckten? War das Ihre Idee?

W.: Nein. Es war der Lebensgefährte von Erena, der gab den Anstoß, darüber nachzudenken, ob es sich nicht lohnen könne, mit dieser Situation bewusst umzugehen. Und da bin ich zu dem Entschluß gekommen, daß mir durch Berühmtheit, durch die Neugier der Welt, höchstens Möglichkeiten verloren gehen – die Möglichkeiten einer unbefangenen Bewegung – aber daß ich keine einzige Möglichkeit gewinnen würde, denn alles, was ich brauchte: Kontakte und Förderung, konnte ich mir durch Erenas Verbindungen auch ohne Berühmtheit besorgen.

I.1: Sie haben dann alles über Frau Sellars abgewickelt und sind selbst nicht namentlich in Erscheinung getreten.

W.: Das war gar nicht so einfach. Die Weltöffentlichkeit wollte einfach ihr Genie.

I.2: Als es einmal mit den Nachstellungen ganz heftig wurde, ließen Sie der drängenden Weltöffentlichkeit jene berühmte Pressemitteilung zukommen. Soll ich sie Ihnen vorlesen?

W.: Ja bitte, es ist sehr lange her, ich habe den Wortlaut nicht präsent.

I.2: „Ich möchte meine Anerkennung nicht mit meiner Begabung verdienen, die genauso wenig mein Verdienst ist, wie die Länge meiner Nase. Ich möchte für das anerkannt werden, was ich bedeute als Mensch, ich möchte anerkannt werden, für meine Art, humorvoll zu sein und meine Art, mich mit andern zu freuen. Das Rampenlicht der Welt stört da bloß.“ –  Hat das geholfen, den Druck der Journalistenneugier zu verringern?

W.: Nein. – Die Situation wurde für uns aus einem anderen Grund leichter: ich hatte begonnen, mich Fragen zuzuwenden, die über die Physik hinausgingen. – Sehen Sie, es ist doch frappierend: die Forschung geht aus von Ideen, die überhaupt nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben, die rein spekulativ sind, z.B. daß es Atome gibt, oder daß Licht ein Teilchenstrom ist. Und doch gelingt es uns, damit Strukturen der Wirklichkeit berechenbar und handhabbar zu machen. – Und das hat mich interessiert, wieso wir das können: uns die Mikro- und Makrodimension zugänglich zu machen, obwohl wir doch evolutionär gesehen bloß die Fähigkeit haben müßten, Äpfel von Birnen zu unterscheiden. Nachdem ich soviel mit der Intelligenz gearbeitet hatte, wollte ich wissen, wie diese Intelligenz aufgebaut ist, was sie von der Welt da draußen fassen kann, und wie sie das tut, und inwieweit wir ihr trauen können und inwieweit nicht.

I.2: Das war, nachdem Sie mit Erena Sellars zusammen auf der Grundlage der Weltformel ein ganz neues Paradigma in der Physik entwickelt hatten. – Sie sind dann mit Ihrer Frau und ihrer Tochter aufs Land gezogen, in einen alten Bauernhof.

W.: Wir wurden nicht freudig begrüßt. Wir waren für sie die Akademiker, Menschen, die ihre Hände nicht schmutzig machen müssen, sondern sich nur mit den schönen und interessanten Dingen des Lebens beschäftigen dürfen, und dafür auch noch mehr Geld bekommen und mehr Anerkennung. – Das Beste was wir im Laufe der Jahre erreichen konnten, war, daß sie uns respektierten auf der Basis: jeder macht seine Arbeit. – Daran hatte meine Frau den größten Anteil. Sie hatte Sozialarbeit studiert und kannte sich aus mit Gesetzen: Arbeitsrecht, Sozialrecht, Familienrecht usw. Sie hatte eigentlich nicht vor gehabt, ihre Kenntnisse hier anzuwenden. Sie hatte ein Fernstudium in Psychologie belegt, für ihre eigene Weiterentwicklung. Aber dann kam sie mit Nachbarn ins Gespräch und bot ihnen Hilfe an. Und daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit eine regelrechte kleine Rechtsberatung und Schlichtungsstelle. – Ohne diesen Umstand wären wir wohl nie integriert worden.

I.2: Wie ging es mit Ihnen weiter?

W.: Nun, ich arbeitete in aller Stille an meinem Werk über die philosophy of mind, unterbrochen nur von Kongressen und Arbeitstreffen oder Reisen zu interessanten Persönlichkeiten, z.B. zur Komponistin Yvonne Belaval nach Tokio, zur Fotografin Koslowa nach Johannesburg, zur Schriftstellerin Pandjertawi in Neu Dehli… Es war eine wunderbare Zeit…

I.2: Als Sie 45 waren haben Sie ihr Inkognito beendet. Warum?

W.: Nun, ich hatte 20 Jahre lang in Abgeschiedenheit geforscht, meine Kinder aufgezogen, musiziert. Ich wollte mich freier unter den Kollegen bewegen. Zudem waren meine Kinder fast erwachsen, sie würden nicht von dem Rummel um ihren Vater gestört werden; und schließlich stand ich ja auch bereits in der Mitte meines Lebens: die Weltformel war nichts neues mehr, was mich so in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gestellt hätte. Außerdem: mit 45 ist man reifer, da stört einen das Rampenlicht nicht mehr so sehr – da hat man keine Jugend mehr, die man sich versauen kann.

I.2: Sie waren dann nur noch etwa 10 Jahre in der physikalischen Grundlagenforschung tätig und haben sich danach ganz der philosophy of mind gewidmet.

W.: Ja. Sehen Sie, meine naturwissenschaftliche Tätigkeit war schon längst nur noch eine Art Labor für meine philosophy of mind. Ich brauchte die physikalische Forschung, um über die Intelligenz reflektieren zu können – wir können nicht wirklich gut über etwas reflektieren, wenn wir nicht darin tätig sind. – Wissen Sie, die Philosophie war die größte Faszination, die ich in meinem Leben erlebt habe. Nachdem mich anfangs eher Neugier dazu motiviert hatte, wurde sie mir mehr und mehr zu einer existentiellen Angelegenheit, zu einer Vision über das Menschsein.

I.1: Können Sie diese Vision in kurzen Worten umreißen?

W.: Nun, sehen Sie, es dreht sich alles darum: Was macht Ihre Identität aus als das unverwechselbare Individuum, als das Sie sich selbst erleben? – – Nun, das Bewusstsein Ihrer selbst, das macht ihre Identität aus! – Nun ist aber Bewußtsein sprachlich konstituiert: was Sie nicht sprachlich explizieren können, ist Ihnen auch noch nicht völlig klar. – Sprache ist aber nichts Individuelles sondern etwas Soziales. – So sind wir also in unserem Individuellsten, dem Bewußtsein unserer Selbst, zugleich immer schon auf Andere bezogen – das Innere konstituiert sich aus einem Äußeren, das Individuelle aus dem Sozialen. – Das ist eine fast mystische Meditation, wenn Sie diesen Tatbestand immer tiefer in die Logik der Sprache zurückverfolgen.

I.2: Ich würde nun gerne wieder auf Ihre Person zurückkommen, Herr Winkler, auf die Gegenwart. Sie gelten als einer der ganz Großen dieses Jahrhunderts, als eine Synthese aus Wittgenstein und Einstein. – Daher auch Ihr Spitzname „Zweistein“. – Was ist das für ein Gefühl, einer der berühmtesten und bedeutensten Menschen des Jahrhunderts zu sein?

W.: Mhm. Genauso könnten Sie fragen, wie es sich anfühlt, einer der gesündesten Menschen des Jahrhunderts zu sein. – Was mein Leben zu einem denkbar erfüllten und gelungenen Leben gemacht hat, waren die Möglichkeiten, die sich mir durch meine Begabung aufgetan haben: Ich konnte immer meiner Faszination leben, bin viel in der Welt herumgekommen, kenne die bedeutensten Philosophen, Künstler und Wissenschaftler persönlich; als ich mich in die Grundlagen der philosophy of mind einarbeiten wollte, wurde ich von den besten Experten eingeführt – ohne sie hätte ich Jahre gebraucht; – viele interessante Frauen, die meinen Weg kreuzten, waren von mir fasziniert oder hatten wenigstens Interesse, mit mir zu Abend zu essen…

I.2: Aber ist es nicht einfach ein schönes Gefühl, als eines der größten Genies des Jahrhunderts zu gelten?

W.: Ich verstehe Ihr Insistieren auf diesem Boulevardblatt-Thema. – Tja, die unauslöschliche Aura des Ruhms! – Jeder weiß, daß sie eine Illusion ist, aber dieses Wissen hat noch niemandem geholfen, ein ungestilltes Ruhmbedürfnis zu befrieden. – Ja, ich habe zweifellos in meinem Leben einen ungewöhnlich bedeutenden Beitrag geleistet, und das hat meinem Leben einen unzweifelhaften Sinn gegeben. – Ich denke da übrigens am wenigsten an die Weltformel. – Dieses Unzweifelhafte ist sehr befriedigend, sicherlich. Sehen Sie: Jeder Mensch weiß vom Verstand her, daß sein Leben die Welt ein wenig verändert hat, daß er denen, die ihn überleben, ein wenig mit auf den Weg gegeben hat. Aber Vielen reicht dieses Wissen einfach nicht. Sie fühlen sich wie jemand, der in den Ozean spukt. Und sie haben scheinbar ja insofern recht: Ohne sie sähe die Welt nicht merklich anders aus. – Sicher, das ist bei mir anders: ohne meine philosophischen Schriften und mein politisches Engagement sähe die Welt – zumindest zum gegenwärtigen Zeitpunkt – tatsächlich ein wenig anders aus, aber…

I.1: Aber ohne die Weltformel auch – Sie haben deren Bedeutung eben so heruntergespielt …

W.: Nun, ich meinte die Bedeutung ihrer Urheberschaft. Sehen Sie: damals waren viele Forscher und Forscherteams im Rennen nach dieser Formel. Ich konnte mich später davon überzeugen, daß einige bereits ganz nah dran waren. Ich war nur etwas schneller, das ist alles. – So illusionär kann der Ruhm sein: Was macht Frauen und Männer bedeutsam? Die Aufgabe, die ihnen übertragen wurde, sei es von einem Betrieb, einer Institution oder ihrem Ort in der Geschichte. Wenn sie das leisten, was dort zu leisten ist, sagen sie stolz: „Das habe ich gemacht“, als wenn niemand anders es auch hätte tun können! Es scheint so, als käme es auf die einzelne Leistung an, und nicht darauf, an der Aufrechterhaltung des kulturellen Niveaus mitzuwirken, das solche Leistungen ermöglicht. Wer auf den Knopf drückt, ist doch recht unerheblich, eine Ehre wie die, das erste Stück Kuchen zu bekommen – eine Kaffeeklatsch-Ehre.

I.1: Aber so wie Sie es verstehen, nach dieser Logik müßten Sie ja alle Verdienste, die Sie sich um die Physik erworben haben, relativieren!

W.: Warum wollen Sie mich denn unbedingt so verdienstvoll? Ich habe nie etwas auf mich genommen, um mich um eine Sache verdient zu machen! Ich bin immer nur meiner Faszination gefolgt. Deshalb habe ich ja auch der Physik den Rücken gekehrt.

I.2: Aber Sie haben doch schon sehr früh fleißig Mathematik studiert, in einem Alter, in dem andere Kinder sich noch regelmäßig selbst um die läppischsten Hausaufgaben herum drücken!

W.: Ich war nie fleißig. Mein Arbeiten war rein triebhaft. Mir das Rechnen zu verbieten wäre so gewesen, wie der Katze das Mäusefangen zu verbieten. Meine Disziplin – sowohl was Arbeitsintensität wie Arbeitsorganisation angeht – meine Disziplin ergab sich für mich immer aus der Faszination an der Sache. – Wenn Sie so wollen, war ich mit meiner Disziplin sogar ziemlich undiszipliniert, ich habe ja eben erzählt, wie meine Eltern meiner Tüftelei Grenzen setzen mußten.

I.2: Aber wenn ich Sie eben recht verstanden habe, ist für Sie die Gewißheit, etwas außergewöhnlich Bedeutendes zu hinterlassen, doch eine höchst befriedigende Folge von Genialität?

W.: Ja, das muß ich klarstellen. Sehen Sie, ich sehe das wirklich Bedeutende in meinem Leben in etwas anderem als meinem wissenschaftlichen Werk – sondern in etwas – ich möchte sagen – Genieunspezifischem. – Ich bin dankbar für die Privilegien, die mir meine Begabung eingebracht haben, weil sie mir ermöglichen, meinem Leben diese Bedeutsamkeit zu geben, aber…

I.1: Sie machen uns neugierig…

W.: Sehen Sie: Was unsere Kultur auszeichnet ist doch nur scheinbar Wissenschaft und Kunst! Sondern sie hat damit eine bestimmte Haltung zum Leben und zu allem Lebendigen ermöglicht: die Bereitschaft, allem mit Verständnis und Wertschätzung zu begegnen, mit Takt und Respekt – selbst den Lieb- Takt- und Respektlosesten. – Freilich, daß diese Haltung, für die ich bekannt geworden bin – und die übrigens, falls Sie wieder auf Verdienste hinauswollen, billig von jemandem zu erwarten ist, der vom Schicksal so begünstigt wurde wie ich – ehh – was für mich jetzt zweifellos eine angenehme Konsequenz meines Ruhmes darstellt, ist, daß ich diese Haltung der sozialen Intelligenz ganz anders in die Welt ausstrahlen kann, da ich sozusagen zu einem „öffentlichen“ Menschen geworden bin.

I.1: Die Zufriedenheit mit Ihrem Leben speist sich also weniger aus dem, was Sie geschaffen haben, als daraus, daß Sie für die Menschheit eine Art Personifikation geworden sind, eine Personifikation des humanistischen Geistes einer  Weltkultur mit hoher sozialer Intelligenz.

W.: Sie meinen, es gefiele mir, so eine Art Vorbild zu sein? Vielleicht haben Sie recht, aber nur wenn sie „Vorbild“ in einem nicht-moralischen Sinne verstehen. – Kennen Sie den Satz, den Brecht seinem Galilei in den Mund legt: „Traurig ein Land, das Helden nötig hat“? Ich habe eine eigene Lesart dieses Diktums. Sehen Sie: ob Wissenschaft, Kunst oder Handwerk: eine Disziplin ist doch erst dann hoch entwickelt, wenn man nicht mehr überdurchschnittlich sein muß, um darin etwas Verläßliches zu leisten, wenn auch ganz durchschnittliche Menschen darin Meister werden können. – An eine Kultur stelle ich den gleichen Anspruch: Eine Kultur ist erst in dem Maße hochentwickelt, wie es keiner besonderen Anstrengung mehr bedarf, moralisch zu handeln. – „Soziale Intelligenz“ heißt, daß man in jeder Situation schnell erkennen kann, wie sehr eine Verletzung der Gebote von Solidarität und Kooperation dem Selbstbild widerspricht, und daß man so geübt darin ist, den eigenen Antrieben einen Weg zu finden, der mit Solidarität und Kooperation vereinbar ist, daß man nicht mehr darauf angewiesen ist, Antriebe auf Kosten von anderen Menschen auszuleben. – Genauso, wie man heute kein Genie wie Bacon oder Boyle mehr sein muß, um naturwissenschaftlich zu denken, wird man irgendwann kein Heiliger mehr sein müssen, um moralisch zu handeln, weil soziale Intelligenz genauso selbstverständlich geworden ist, wie heute die naturwissenschaftliche Intelligenz, die die Kinder bei uns schon mit dem bloßen Heranwachsen entwickeln. – Nur in diesem Sinne möchte ich Vorbild sein: als jemand, der intelligente Lösungen favorisiert. – Außerdem: „Für die Menschheit“ – Sie sehen das immer so superlativ! Was ist der Unterschied, ob Sie für die ganze Menschheit in diesem Sinne Vorbild sind oder nur in Ihrer unmittelbaren sozialen Umgebung? Wir neigen hier dazu, einem irreführenden Bild aufzusitzen. Sehen Sie: mit der sozialen Intelligenz eines Menschen, der im Licht der Weltöffentlichkeit steht, verhält es sich doch nicht so, daß er gleichsam einen warmen Strom in ein kaltes Meer einträgt und die soziale Intelligenz eines Büroangestellten, einer Bauersfrau, eines Arbeitslosen nur einen Fingerhut voll Wärme! Denken Sie besser ans Feuer: ein Flächenbrand kann von einem Kometeneinschlag ausgelöst werden, aber auch von einem Funken – jeder Funke hat das Potential dazu! Auch wenn er vielleicht wegen der Umstände erstmal nur dazu reicht, ein weiteres Partikel zum Glühen zu bringen, bevor er selbst verlischt.

I.1: Verzeihen Sie, wenn wir Sie ein bisschen trietzen, aber das sind wirklich sehr salbungsvolle Worte – eines Predigers würdig.

W.: Nun, gestatten Sie einem alten Mann, einfach mal so zu reden, wie er es auf dem Herzen hat. – Wissen Sie, ich glaube, daß der Erfolg für die Menschen um so wichtiger wird, je weiter ihre Lebensform sich vom Dorfleben entfernt hat. – Im Dorf ist man nach seinem Tod nicht nur in der Erinnerung der Freunde und Familienangehörigen lebendig. – Ich habe, dort wo ich aufgewachsen bin, viel von einer Bäuerin gelernt. Sie hat für mein Leben eine große Bedeutung, obwohl wir selten ein Wort miteinander gewechselt haben. Sie wurde im Dorf aufgesucht, um bei Konflikten zu vermitteln. Sie strahlte Güte, Ruhe und Gleichmut aus. Wenn wir Kinder ihr begegneten und gerade über irgendetwas erbost oder traurig waren, dann war allein diese Begegnung für uns schon ein kleiner Trost, denn ihre Erscheinung flößte uns immer die Zuversicht ein, daß es schon irgendeinen Weg geben würde, die Probleme zu lösen oder das Unabänderliche zu akzeptieren. Freilich konnten wir das als Kinder noch nicht so artikulieren. – Auch an einige andere Männer und Frauen des Dorfes erinnere ich mich mit großer Achtung. Einfach durch ihr Dasein hat sich mir etwas vom Menschsein vermittelt, das maßgeblich zu meinem Lebensgefühl beigetragen hat. – Der Malermeister Müller zum Beispiel – ich war damals höchstens 5 Jahre alt – wenn ich mich während der Messe in der Kirche neugierig umschaute und sich unsere Blicke trafen, blinzelte er mir immer mit einem Auge zu. Dabei blieb seine Miene unbewegt ernst und andachtsvoll, aber gerade deshalb, verstehen Sie, gerade weil er noch während des Blinzelns so tat, als hätte es nie ein Blinzeln gegeben, gerade deshalb war es so, als ob er die Andacht für einen Augenblick nur aus Spaß mime – so als wenn er sagen wollte: „Paß auf, so sieht jemand aus, der ernst und andachtsvoll ist“. – Sehen Sie, diese kleine Sequenz hat mich mehr beeindruckt und für mein Leben geprägt, als manches Theaterstück! – Oder der alte Zerbelkroth, ein alter Waldarbeiter, der nie verheiratet gewesen war und zurückgezogen lebte. Man sah ihn immer in bedächtigem stillem Ernst im Wald und auf den Wiesen Kräuter sammeln, und dabei erinnerte seine hagere krumme Gestalt an einen großen Storch. Wenn wir Kinder ihm begegneten, nickte er uns mit dem Kopf zu, und obwohl ich nie gesehen habe, daß er mit einem von uns Kindern je ein Wort gewechselt hätte, war es so, wie das Zunicken unter Verständigten. – Sehen Sie, sie haben sich alle überliefert durch ihr Leben selbst, ohne Bücher zu schreiben oder einer Formel ihren Namen zu geben. – Ich finde, es lohnte einmal, darüber nachzudenken, was die Folge davon sein könnte, daß man außerhalb eines engen Familien- und Freundeskreises niemanden mehr beim Aufwachsen begleitet. Verstehen Sie das? Daß man außerhalb eines engen Umfelds keine Kinder mehr kennt – ich glaube, das bekommt uns nicht.

I.2: Das klingt so, als ob Sie für das Dorfleben als Lebensform plädieren wollten.

W.: Nein. Glauben Sie mir, ich kenne das Dorfleben. Ich kenne seine Tücken und Häßlichkeiten. Ich plädiere nicht für diese Lebensform. Ich will nur einen Aspekt davon herausstellen, weil ich glaube, daß sich daran etwas zeigt: Wir bleiben von unserem Wesen her Dorfbewohner. Wenn es kein Dorf mehr gibt, fangen wir an, Äquivalente dafür zu suchen und seien sie noch so merkwürdig – oder wir beginnen abzustumpfen und zu verbittern.

I.2: Nun, zumindest hat sich Ihnen aus Ihren frühen und langjährigen Erfahrungen mit Dörfern eine ergiebige heuristische Ressource gebildet…

I.1: Verzeihen Sie die Ironie, aber wir haben beide den Eindruck gewonnen, daß Sie geneigt sind, so zu tun, als ob es für Ihr Leben gar nicht wesentlich gewesen sei, daß Sie ein Außergewöhnlicher sind. – Ist es möglich, daß Sie sich schwer tun mit der „ungleichen Verteilung der Glücksgüter“ – wie es Max Weber ausdrückt hat? Daß sie sich nicht mit der Tatsache anfreunden können, ein Genie zu sein, ein Naturwunder, ein vom Schicksal Privilegierter? Und ist es möglich, dass es Ihnen deshalb wichtig ist, eine Lebensphilosophie zu haben, nach der es auf Begabung nicht ankommen darf – nach der jeder ein so gelungenes und erfülltes Leben erreichen kann wie Sie?

W.: Vielleicht treffen Sie damit den Nagel auf den Kopf.

I.1: Dürfen wir mit dieser offenen Frage das Gespräch beenden?

W.: Wie Sie wollen.

I.1: Herr Winkler, wir danken Ihnen herzlich für dieses Gespräch.

(Geschrieben 2000. Veröffentlichung einer frühen Fassung 2002 in Bernd Ternes (Hg.), Das rigorose Glück. Marburg 2002 (Tectum Verlag) – Veröffentlichung der ersten überarbeiteten Fassung 2010.)

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